Gartner Market Guide for Content Collaboration Tools 2021

21. August 2021 21:49 Uhr  |  Dr. Ulrich Kampffmeyer  |  Permalink


Märkte werden häufig nach Gutdünken definiert, umdefiniert und neu definiert. Das Thema Collaboration bildete anfangs, seit 2000, einen Schwerpunkt des Konzeptes für ECM Enterprise Content Management. Dieser Schwerpunkt hatte sich aus den Groupware-Lösungen mit Dokumentenmanagement-Funktionen aus den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts herausgebildet.

Inzwischen hat sich Collaboration zu einem eigenständigen Markt entwickelt. getrieben wurde dieser Trend durch Microsoft mit ihrer Office- und Teams-Plattform, die inzwischen in das Produkt M365 gemündet ist. Wesentliche Ursachen der Veränderung waren auch der Trend zu Cloud und mobilen Lösungen. Collaboration soll sich aber weiterhin unter der große Dach von „Content Services“ bei Gartner einordnen.

Der aktuelle Bericht „Gartner Market Guide for Content Collaboration Tools 2021“ kann unter anderem bei dem gelisteten Anbieter SER kostenfrei heruntergeladen werden.

Gartner definiert den Markt für CCT Content Collabroation Tools wie folgt: [Zitat] „Content collaboration tools provide an easy way for employees to use and share content both inside and outside the organizations. Since these tools can be used to collaborate with customers, partners and suppliers, they often provide rich security and privacy controls. Today, much of this functionality also can be found in other tools such as cloud office platforms, workstream collaboration platforms, content services platforms and content services applications. Functional differentiators in dedicated CCTs are difficult to identify.“ [/Zitat]

Der Zusammenhang von Content Collaboration mit Content Services wird auch durch die Abbildung aus dem Report deutlich.

Die Hauptfunktionen von Content Collaboration Werkzeugen sind nach Gartner folgende [Zitat]:

  • Collaboration:
    The ability to share, and collaborate within, content in real time with colleagues inside and outside the organization.
  • Content intelligence
    The provision of granular levels of security and more advanced features,including mobile device and digital rights management.
  • Administration and implementation:
    Capabilities to control the administration of the platform and migration.
  • Integration:
    Integration with other productivity-focused sources, including cloud office and workstream collaboration tools.
  • File synchronization:
    The basic ability to synchronize fi les across online services and devices
    [/Zitat].

Vorangegangene Klassifikationen wie EFSS Enterprise File Synchronisation & Sharing werden aufgesaugt, neue Begriffe wie Content Intelligence in den Raum gestellt. Aus Workflow wird neu Workstream. Und Gartner stellt auch fest, dass es aus den reinen CCT Collaborationswerkzeugen heraus einen trend zu einfacheren Tools gibt.

Gartner listet dann eine Reihe „repräsentativer“ Anbieter mit ihren CCT-Produkten auf:

  • Acronis: Acronis Cyber Files
  • AISHU: AnyShare Family 6
  • Alibaba: DingTalk Docs
  • Axway: Axway Syncplicity
  • Box: Box
  • Citrix: Citrix Content Collaboration
  • Dropbox: Dropbox
  • Egnyte: Egnyte
  • FileOrbis: FileOrbis
  • Google: Google Drive
  • Hyland: ShareBase
  • Inspire-Tech: EasiShare
  • Lenovo: Lenovo Filez
  • M-Files: HubShare
  • Microsoft: Microsoft 365
  • Nextcloud: Nextcloud
  • Objective: Objective Connect
  • OpenText: OpenText Core Share
  • ownCloud: ownCloud
  • SER Group: Doxis4 iRoom
  • Thomson Reuters: HighQ
  • Tresorit: Tresorit

In der Liste finden sich viele Anbieter ehemals klassischer ECM-Lösungen, heute CSPs, wie Hyland, M-Files, Objective, OpenText oder SER, die in ihren ECM-Suiten auch Collaborations-Module besitzen. Eine Reihe von IT-Anbietern hat zu ihren Produkten Collaboration dazu gepackt, z.B. Citrix, Alibaba oder Lenovo. natürlich spielen die großen Anbieter Microsoft und Google die erste Geige, wenn es um die Definition und zukünftige Ausrichtung dieses Marktsegmentes geht.

In den Hinweisen für den Einsatz von CCTs geht Gartner indirekt auch auf das zukünftige Verschwinden von dezidierten Werkzeugen und Komponenten von ECM-Lösungen ein. Die Zukunft werden integrierte Office-/Collaboration-/RPA-Plattformen beherrschen. Dies ergibt sich bereits aus der Notwendigkeit der Integration. bei der Integration gibt Microsoft die Richtung vor – möglichst alle strategischen Komponenten aus einer Hand. Google stand und steht hier meistens etwas im Schatten von Microsoft. Auch der Ansatz von Alibaba, Collaboration mit E-Commerce zu kombinieren, ist nicht uninteressant. Tools wie Box und Dropbox haben sich erfolgreich aus der EFSS-Ecke hochgearbeitet. Selbst Anbieter von NAS-Speicherlösungen bieten inzwischen Collaborationswerkzeuge an. Der Run in den Markt, beflügelt durch die Corona-Krise, ist noch nicht beendet. Jedoch viele der kleineren Produkte wird es aber „erwischen“, entweder durch Aufkauf oder Obsoleszenz.
P.S. … was ist eigentlich aus „Notes“ geworden.

Dr. Ulrich Kampffmeyer

Curriculum auf Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Kampffmeyer

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